Diese Seite enthält den Call for Paper zum Workshop Domänenspezifische Modellierung der GI Tagung "Modellierung 2008" (http://www.modellierung2008.org).
Call for Paper for the Workshop on Domain-specific Modeling Languages at the "Modellierung 2008" in English
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Workshop Domänenspezifische Modellierungssprachen (DSML'08) im Rahmen der Modellierung 2008
14. März 2008, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland
http://www.modellierung2008.org
http://www.gk-metrik.de/Modellierung08DSML
Die Informatik hat eine Vielzahl von Modellierungssprachen hervorgebracht, um Systeme, Komponenten, Artefakte, Problemstellungen und Lösungsalgorithmen zu beschreiben, zu analysieren und zu verstehen. Meist soll zu einem Modell eine passende Implementierung erstellt werden. Eine Automatisierung dieses Schrittes hilft, Kosten bei der Entwicklung eines Systems zu sparen. In diesem Kontext hängt der Nutzen eines Modells maßgeblich von zwei Fragen ab: Wie intuitiv beschreiben Modell und Modellierungssprache den gewählten Ausschnitt der Realität? Wie einfach lässt sich ein Modell in eine Implementierung überführen?
Eine zuverlässige Basis für eine automatische Implementierung eines Modells sind Modellierungssprachen mit einer formalen Semantik, die die Bedeutung eines Diagramms oder einer textlichen Spezifikation eindeutig festlegt. Je näher die Konzepte der Sprache und des Modells an der implementierenden Technologie sind, desto einfacher (und weniger fehleranfällig) ist die Übersetzung.
Allerdings erschweren technologienahe Ausdrucksmittel die Beschreibung der Systeme einer Anwendungsdomäne wie Katastrophenmanagement, Geschäftsprozesse oder Zuliefererketten, die mit gänzlich anderen, technologiefernen Konzepten arbeitet. Erfahrene Modellierer können zwar die Domänenkonzepte in der zur Verfügung stehenden Modellierungssprache ausdrücken. Sie sind aber in der Regel nicht in der Lage, die Qualität eines Modells für die Anwendungsdomäne zu beurteilen. Domänenexperten hingegen sind in so einem Fall mit einer Vielzahl von technischen Details eines Modells konfrontiert und müssen sich ein Verständnis der Sprache erst erarbeiten. Das Problem besteht also darin, die technologiefernen Konzepte und die notwendigen technischen Details einander näher zu bringen.
Als Lösung für dieses Problem gelten domänenspezifische Modellierungssprachen (domain-specific modeling languages, DSMLs), die genau die für die Anwendungsdomäne relevanten Konzepte bereitstellen. Im Hintergrund sind diese Anwendungskonzepte über geeignete Formalismen und Modelle auf technologienahe und/oder formal elementare Konzepte abgestützt, die der DSML eine eindeutige Bedeutung geben; werkzeugunterstützt können Experten Modelle in den ihnen eigenen Begriffen erstellen, analysieren und verfeinern. Somit können erfahrene Modellierer Domänenexperten ein Mittel gegeben, mit dem sie technologieferne Konzepte formal eindeutig formulieren können.
Der modellgetriebene Ansatz (model-driven development, MDD) fasst den Entwurf einer DSML als Modellierungsproblem auf: Die DSML wird durch ein Sprachmodell in einer geeigneten formalen Sprachmodellierungssprache beschrieben; Werkzeuge helfen beim Entwurf der domänenspezifischen Werkzeuge, sowie bei der Weiterentwicklung von Sprache, Werkzeugen und Modellen.
Das Programm des Workshops umfasst zwei Sessions:
Erwünscht sind Beiträge zur Entwicklung und zum Einsatz von domänenspezifischen Modellierungssprachen (DSML). Der Workshop betrachtet insbesondere
Die Beiträge sollten Antworten zu einer oder mehrerer der folgenden Fragen liefern:
Jede Einreichung muss neue und signifikante Ideen vorstellen und darf zur Zeit keinem anderen Reviewprozess unterliegen.
Jeder eingereichte Beitrag wird von mindestens 3 Mitgliedern des Programmkomitees bewertet. Einreichungen sollten das LNI format (http://www.gi-ev.de/service/publikationen/lni/) einhalten, ca. 8 Seiten bis höchstens 16 Seiten für Forschungbeiträge und etwa 4 Seiten für Diskussionbeiträge umfassen und in Deutsch oder Englisch geschrieben sein. Der letzt-mögliche Termin für die Einreichung über EasyChair (http://www.easychair.org/conferences/?conf=DSM08 ) ist der 17. Januar 2008.
Alle Beiträge des Workshops werden elektronisch unter www.CEUR-WS.org und als technischer Bericht der Humboldt-Universität zu Berlin veröffentlicht. Ausgezeichnete Beiträge werden zur Veröffentlichung in einschlägigen Fachzeitschriften vorgeschlagen.
Kontakte: Dirk Fahland (fahland@gk-metrik.de), Michael Soden (soden@ikv.de)